Streitschlichtung

Konflikte gewaltfrei zu lösen ist an unserer Schule ein wichtiges Ziel. Um dies zu ermöglichen, gilt an unserer Schule die Stopp-Regel, die die Kinder dazu bringt, sich aktiv aber gewaltlos im Rahmen unserer Schulregeln gegen Konflikte zu wehren. Außerdem wurde eine Streitschlichter-Ausbildung ins Leben gerufen, die es den Kindern ermöglicht, anhand fester Rituale Lösungen für Konflikte zu finden.

 

Unser Standort Kalve bildet seit Jahren Kinder der vierten Klassen zu Streithelfern aus. Im ersten Halbjahr der vierten Klasse treffen sich die zukünftigen Streithelfer einmal wöchentlich, um sich im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft ausbilden zu lassen.

Sie lernen anhand vorgegebener, nicht realer Streitsituationen, dass zum Streit immer zwei beteiligte Konfliktparteien gehören. Und es wird ihnen beigebracht, nach einem festen Ritual die „Streithähne“ durch gelernte Gesprächsführung dazu zu bringen, dass sie sagen, worüber sie sich geärgert haben, was zum Streit geführt hat und dass sie ihr Fehlverhalten zugeben. Anschließend machen die Kinder Vorschläge zur Wiedergutmachung und einigen sich. Zum Schluss wird die Lösung mit einem bindenden Friedensvertrag besiegelt.

Neben dem Erlernen der Vorgehensweise trainieren die Streithelfer darüber hinaus auch mit den anderen Kindern im Klassenverband ihr Sozialverhalten durch verschiedene Übungen.

 

Im zweiten Halbjahr des 4. Schuljahres werden die ausgebildeten Kinder schließlich im wöchentlichen Wechsel zu zweit in den Pausen als Streithelfer eingesetzt. Sie erkennen auftretende Konflikte und bieten den streitenden Kindern ihre Hilfe bei der Konfliktlösung an oder streitende Kinder bitten die Streithelfer von sich aus um Hilfe.

 

 

 

 

Im Eingangsbereich des Schulgebäudes an der Kalve befindet sich eine „Friedensecke“. Dort werden die Konflikte gewaltfrei gelöst. Schwerere Fälle werden zur Streitschlichtung an die Lehrerinnen weitergeleitet.